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Malmberget (oder "Erzberg"; davon hat die Gemeinde den Namen bekommen), umgeben von Moränen und sumpfigem Umland mit den höchsten Erhebungen Välkomman (616m) und Kungsryggen (580 m). Einen besonders schönen Überblick über das Glände hat man von Aussichtsberg Dundret.
Die Erzlager hier treten in stark metamophosierten und rekristallisierten Leptiten und Leptitgneisen auf. Die Erzkörper erstrecken sich über mehrere Kilometer und beinhaltet zahlreiche kleinere und größere Vorkommen wie z.B. "stora malmlagret", die Dennewitz- oder Koskullskulle-Erzlager. Das Erz ist meist grobkörnig und wegen Beimengungen von Fluorapatit, Hornblende, Augit und Glimmer oft gestreift oder gebändert.
Unter Tage wird hauptsächlich Magnetit mit hohem Phosphorgehalt abgebaut, darüber hinaus ca. 10 % Hämatit. Im grobkristallinen Skarn finden sich Drusen und Klüfte, in denen Stilbit, Chabasit, Calcit oder Hornblende auskristallisieren konnten. Daneben treten auf: Apatit, Rutil, Epidot und Turmalin. Bei den heute verwendeten Abbaumethoden kommt nur noch Kleinstmaterial auf Halde. Der Sammler muss sich hier mit den alten Halden begnügen, doch mit Ausdauer, viel Glück und dem Wissen über bestimmte Stellen kann man noch recht nette Belegstücke finden.
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Nautanen, das ehemalige Kupfergrubenrevier, liegt ca. 15 km NO Gelivare/Malmberget. Am besten erreicht man es über den Ortsteil Kuskullskulle.
Hier treten hauptsächlich sedimentäre Gesteine, umgeben von Granit auf. Das eigentliche Erzfeld wird von rotgrauem und quarzarmen Mikroklinleptit gebildet.
Es wurden hauptsächlich die Kupfererze Chalkopyrit, Bornit und Kupferglanz abgebaut. Aber auch Pyrit, Molybdänit und Magnetit wurde gefunden.
Aufgrund der nördlichen Lage (und der vielen Mücken) ist dieses Gebiet noch nicht stark abgesucht, so dass auf den Halden noch gute Funde gemacht werden können. Interessant ist die Suche nach Stilbit, Chabasit, Granat und Bornit.
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Varuträsk liegt ungefähr 12 km NW Skelefteå neben der RV95.
Hier wurde vor einigen Jahren ein sehenswerter Mineralienpark eingerichtet mit Cafe und Museum. Man kann eine Schaugrube besichtigen und auf den vielen Halden im Gebiet gegen eine Gebühr selber auf Mineraliensuche gehen.
Eine Aufzählung der Fundmöglichkeiten sprengt diesen Rahmen und so möchte ich auf das Fundstellenbuch von Wilke verweisen. Dort kann man alles nachlesen.
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Kiruna, nicht nur die Erzstadt schlechthin sondern auch die "größte Stadt der Welt" (mit 20.000 km2 zumindest flächenmäßig die größte Stadt Schwedens), verbunden durch die Bahnlinie mit dem ganzjährig eisfreien Hafen in Narvik bzw. mit Luleå, dem Hafen am Botnischen Meerbusen.
Kirunavaara ist eine der größten Erzgruben und deren Besichtigung ist ein Muss, wenn man diese Stadt besucht. Von hier wird das reinste Erz gewonnen und durch hochtechnologisierte Anlagen aufbereitet und zu den Stahlwerken in aller Welt exportiert.
Einen herrlichen Blick über Kirunavaara und die Stadt Kiruna hat man vom gegenüberliegenden "Schuttberg" Luossavaara, auf dem im Winter an beleuchteten Pisten sogar offizielle Skirennen ausgetragen werden. Im Sommer dagegen ein belibter Ausflugsberg, um die Mitternachtssonne zu genießen.
Auf den mächtigen Halden des Luossavaara, als auch auf Halden in der näheren Umgebung wie z.B. der Henry-Grube, am Tuolluvaara, der Viscaria-Grube oder im Bereich von Pahtohavare kann man auf Mineraliensuche gehen. Magentit, Hämatit, Stilbit, Quarz und Calcit, sogar Türkis wurde gefunden.
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Kalixforsbron liegt auf dem Weg von Kiruna nach Nikkaluokta, den Ausgangspuntk für Wanderungen zu höchsten Berg Schwedens, dem Kebnekaise bzw. zum "Königs-Wanderweg", dem Kungsleden.
Gut 12 km nach Kiruna biegt man an der Beschilderung von der Straße links ab auf einen unbefestigten Kiesweg, der nach ca. 3,5 km an einem kleinen Parkplatz direkt vor dem Kalixälv und der Eisenbahnbrücke endet.
Linker Hand sieht man bereits die Fundstelle, welche direkt zwischen Straße und Bahngleis liegt. In einer stark metamorphosierten Gabbrobrekzie finden sich zahlreiche Hohlräume, in denen Pyrit, Hornblende, Aktinolith (Varietät Asbest) und Milchquarz gefunden werden kann. Auf den Erzzug von Kiruna nach Luleå sollte man aber aufpassen, da die Fundstelle gefährlich nah daneben liegt.
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Aitik, die heute größte europäische Kupfergrube, liegt ca. 15 km SO von Gelivare.
Von der E10 aus geht eine kleine Stichstraße zum Grubengelände. Vor Betreten des Geländes ist unbedingt um Erlaubnis zu fragen, was aber kaum Probleme bereitet. Bei unserem Besuch gab man uns die Gelegenheit, auf der 350m tiefen Sohle für gut 2 Stunden allein nach Mineralien zu suchen. Da kam man sich klein und verlassen vor, in dem über 2 km langem und gut 1 km breitem Tagebau.
Zu finden sind Chalkopyrit, Covellin, Galenit, Molybdenit sowie Hornblende, Epidot, Granat, Quarz und weitere 4 Karbonatmineralien.
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Svappavaara mit der Leveäniemi-Grube und Gruvberget, gut 50 km SO Kiruna.
Auf den Halden in Gruvberget - oftmals wild verwachsen und mit vielen Grubenlöchern durchzogen (gottlob sind diese alle eingezäunt) kann man schönen Malachit finden.
Auf den km-weiten Halden am Schlicksee, gegenüber der Ortschaft Svappavaara, ist heute kaum noch etwas zu finden, da die Aufbereitung nur noch Kleinmaterial auf Halde bringt. Die wenigen Reste alten haldenmaterials sind rar gestreut und braucht schon Spezialwissen um diese Plätze, die man am besten durch Einheimische erfragt. Dort ist noch Chabasit und Stilbit zu finden.
Um die Halden der Leveäniemi-Grube zu besuchen, ist Kontakt mit dem einheimischen Mineraliensammler Dennis Holmberg (Kiruna) Kontakt aufzunehmen. Gegen eine Gebühr kann man dort u.a. Magnetit, Matit, Hämatit und bei viel Glück und harter Arbeit auch Strengit finden.